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5.2.2020 Unterm Bett spukt‘s

Einmal mehr befand ich mich in der Wohnung, in der ich als Kind mit meiner Mutter gewohnt hatte. Meine Mutter, als auch ihre Mutter waren anwesend, denn meine Oma hatte bei uns übernachtet.

Wir waren gerade in meinem Kinderzimmer als meine Mutter mich ansah und bemerkte, dass an meinem Kinn ein Kratzer war, der leicht blutete. Sofort nahm ich mir einen kleinen Handspiegel und schaute mich an. Auf meinem Kinn war eine Verletzung, von der ich keine Ahnung hatte wie sie dort hin gekommen war. Ich betrachtete sie etwas genauer und erkannte in dem langen Kratzer, der unter meinem Kinn verlief eine Zeichnung! Jemand hatte anscheinend mit einer sehr spitzen Nadel, oder einem einem sehr scharfen Messer unterhalb meines Mundes am Kinn einen zweiten Mund gezeichnet! Dieser zweite Mund streckte die Zunge heraus und hatte genau vier Zähne. Durch meine Bewegungen war der gerade verheilte Kratzer nun wieder aufgerissen und blutete leicht. Ich war sehr erschrocken und auch meine Oma und meine Mutter wunderten sich sehr. Aber da entdeckten wir, dass auch sie solche Verletzungen am Hals hatten! Allerdings waren bei ihnen keine komischen Münder in den Hals geritzt worden, sondern etwas das wie Pentagramme aussah!!! Wir waren sehr erschrocken!
Wir überlegten, wann das geschehen sein könnte und wer das getan haben könnte. Nachdem wir uns selbst als Täterinnen ausgeschlossen hatten, erinnerten wir uns, dass wir nachts im Halbschlaf bemerkt hatten, dass uns jemand berührt hatte und von unter dem Bett aus gegen die Matratze geklopft hatte!
Wer versteckte sich unter dem Bett und kam nachts hervor, um seinen Opfern Pentagramme in den Hals zu ritzen? Es musste eine Hexe sein! Zu diesem Entschluss kamen wir und nahmen uns vor, in der nächsten Nacht wachsamer zu sein und die fiese Hexe fertig zu machen.

In der folgenden Nacht war meine Oma leider nicht mehr bei uns zum Übernachten zu besuch. Da wir die Hexe gemeinsam schnappen wollten, schlief ich mit meiner Mutter zusammen im Bett. Wir schliefen ein und eine lange Zeit passierte nichts. Doch in den frühen Morgenstunden wurde ich von einem Rascheln geweckt! Meine Mutter hatte unter dem Bett einige Dinge in Plastiktüten verstaut und zwischen diesen wuselte jetzt etwas, oder jemand herum! Meine Mutter war bereits aufgestanden, um sich für die Arbeit fertig zu machen und ich war alleine im Schlafzimmer. Da hörte ich ein fieses, typisches Hexen-Kichern unter dem Bett! Ich zog meine Decke zurück aufs Bett und beugte mich über den Rand. Da sah ich, wie im letzten Augenblick der Ärmel der Hexe unter dem Bett verschwand! Aber ich war sehr benommen und schlaftrunken und legte mich wieder hin. Ich war müde und wollte einfach nur weiterschlafen. Vielleicht ging sie ja von alleine weg, wenn ich wieder einschlief?
Ich legte mich also wieder hin. Aber die Ruhe war nicht von langer Dauer. Plötzlich merkte ich, wie von unten jemand gegen die Matratze klopfte! Sofort war ich wieder wach und setzte mich auf. Ich beugte mich erneut über den Rand des Bettes und sah wieder die Hexe! Sie war sehr klein, wie eine Puppe, hatte ein Kleid, blondes, zerzaustes Haar, die typische Hakennase und sah sehr häßlich aus. Ich nahm all meinen Mut zusammen und packte sie an den Haaren und versuchte sie unter dem Bett hervor zu zerren. Ich zog feste gegen den Widerstand und schaffte es tatsächlich sie hervorzuholen! Sie wirkte leblos wie eine Puppe, aber so genau sah ich nicht hin. Ich wollte einfach nur, dass sie schnell tot ist und fasste sie an beiden Füßen. Dann schlug ich sie so fest ich eben in meinem schlaftrunkenen Zustand konnte, immer wieder mit dem Kopf auf den Boden! Ich hörte wieder dieses Hexenkichern und hielt inne. Ich betrachtete
das, was ich da in der Hand hielt und sah erst jetzt, dass es tatsächlich eine von den alten Puppen meiner Mutter war, die ich gepackt hatte! Die Puppe hatte übertrieben große, blau geschminkte Augen und einen Mund der so rot war wie Blut. Ich starrte sie entsetzt an. Dann warf ich die Puppe zur Seite und griff erneut unters Bett. Wieder bekam ich etwas bei den Haaren zu fassen und schleuderte es blind vor Wut und Verzweiflung gegen die Bettkante: „Stirb! Stirb endlich, du Scheiss-Hexe! STIIIIIRB!“, rief ich verzweifelt. Als ich bemerkte, dass es auch diesmal nur eine Puppe war, ließ ich sie fallen. Ich schaute mich im Zimmer um und entdeckte auch meine eigene alte Puppe im Regal. Die Hexe hatte sich bestimmt in eine dieser Puppen verwandelt, damit ich sie nicht finden konnte!
Ein erneutes Rascheln riss mich aus meinen Gedanken. Die Hexe war noch immer unter dem Bett und ich war viel zu benommen vom Schlaf und meiner Müdigkeit, dass ich etwas hätte tun können. Alles fühlte sich an, als wäre ich gelähmt. Ich nahm all meine Kräfte zusammen und brüllte so laut ich konnte: „MAAAAMMMMAAAAA!!! MAAAAAAMMMMAAAAAAAA!!! MAAAAAAMAAAAAA, KOMM SCHNELL!!! DIE HEXE!!“.
Etwa Zehn Sekunden später kam meine Mutter ins Schlafzimmer gestürmt, in der Hand die große schwere Edelstahlbratpfanne mit dem langen Stiel. Ich knallte schnell die Tür hinter ihr zu, damit die Hexe nicht entwischen konnte und dann stieg ich aus dem Bett. Meine Mutter hockte sich ans Fußende des Bettes und ich ging auf die rechte Seite. Wir wollten sie unter dem Bett hervortreiben damit meine Mutter sie schnell mit der Pfanne erschlagen konnte, wenn sie hervor kam. Ich versuchte die Hexe zu scheuchen und etwas lugte unter dem Bett hervor. „ZACK!“, meine Mutter schlug zu, aber es war leider ein Fehlschlag. Die Hexe war entwischt.
Es schien aussichtslos zu sein... Aber in dem Moment war der Traum für mich dann schrecklich genug, dass ich es schaffte aufzuwachen. Puuuuuh...!

5.2.20 08:15

Letzte Einträge: 30.4.2020 Kletter-Oma, 9.5.2020 Corona-Frisur, 14.5.2020 Transparency

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Scgokokäse / Website (25.2.20 18:03)
Puuuh. Aber echt, was für ein passendes Schlusswort. Wie brutal du sein kannst! Das hätte ich nicht gedacht o.O Ich bin für sowas wohl viel zu brav, kann mich nicht daran erinnern, jemals im Traum aktiv Gewalt ausgeübt zu haben. Sowas würde mir im Traum nicht einfallen


Die Autorin selbst (31.3.20 23:46)
Früher als ich noch sehr viel jünger war, habe ich in meinen Alpträumen immer sehr gelitten, weil ich mich absolut handlungsunfähig fühlte. Dann war ich immer wie gelähmt und musste alle schrecklichen Dinge über mich ergehen lassen 😱 Aber irgendwann kam dann der Punkt in meinem Leben, an dem ich es geschafft habe, die Kontrolle über meinen Körper im Traum zu erlangen. Ich schaffte es, endlich zum Gegenangriff zu gehen und mir bewusst zu machen, dass das nur ein Alptraum war in dem ICH die Protagonistin war. Von da an, fand ich immer öfter einen Ausweg aus schlimmen Szenen, oder ich schaffte es, meine Feinde zu bekämpfen. Und das fühlt sich einfach tausendmal besser an auch wenn es von außen her sehr brutal erscheint. Natürlich bin ich erstmal sehr erschrocken, wenn ich dann erwache, aber ich bin auch sehr stolz auf mich, dass ich mich wehren konnte :-)

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