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20.3.2019 Der Brei des Grauens

Der Traum begann mit einem Hilferuf von Bekannten von mir. Sie lebten in einer Wohnung, die gar nicht wie eine richtige Wohnung aussah sondern wie ein Geschäft in einem großen Shoppingcenter. Alles war sehr edel eingerichtet und die eine Seite der Wohnung, die zu einer Art Promenade zeigte, war komplett verglast.
Ich betrat die Wohnung durch eine Glasschiebetür und begrüßte meine Bekannten. Beim Eintreten in die Wohnung stand ich direkt in einer großen, modernen Wohnküche an deren Kopfende die Küchenzeile war, davor war eine größere Theke auf der man zusätzlichen Platz hatte um Speisen zuzubereiten oder Teller anzurichten. In der Mitte des großen Kochbereiches, hinter der Theke stand dann der elegante Esstisch mit weißer glänzender Oberfläche und Designerstühlen. Meine Bekannte, eine Frau mitte vierzig mit schwarzen welligen Haaren hatte ein Problem mit ihrer kleinen Tochter. Sogar die beiden Freundinnen meiner Bekannten hatten ihr nicht bei diesem Problem helfen können. Völlig ratlos standen nun die drei Frauen um den Esstisch herum und suchten meinen Rat. Keine von ihnen hatte es geschafft, der kleinen Tochter ihre Vitaminpille zu geben. Es war wohl sehr wichtig, dass das Kind dieses Vitamin bekommen sollte, warum sonst hatten sie mich gerufen? Das Kind musste unbedingt die Pille einnehmen. Ich sah mich ein wenig um und bemerkte plötzlich, dass ja der ganze Boden im Raum übersät war mit lauter kleinen bunten Pillen! Auch auf dem Tisch herrschte ein kleines Chaos von offenen Pillendosen und herumfliegenden Deckeln. Offenbar hatte es schon heftige Auseinandersetzungen zwischen der Mutter und dem Kind gegeben, oder sogar auch zwischen dem Kind und den Freundinnen der Mutter, die ebenfalls probiert hatten dem Kind die Vitamine zu verabreichen.
Jetzt jedenfalls saß das kleine Mädchen still am Esstisch und löffelte betrübt einen sehr gelben Brei aus einer kleinen Schüssel. Ich schaute zu ihr. Sie konnte nicht älter als sechs oder sieben Jahre alt sein. Sie hatte ein hübsches rundes Gesicht und sehr langes, glattes, schwarzes Haar so wie es oft bei Asiaten der Fall ist. Ihren Namen wusste ich leider aber leider nicht. Meine Bekannte wandte sich an mich: „Du weißt doch bestimmt, wie man mit Kindern umgeht! Wir haben schon alles probiert, aber sie will einfach nicht ihre Vitaminpille einnehmen. Bitte versuch du es mal. Vielleicht hört sie ja auf dich...?“. „Ich kann es versuchen.“, erwiderte ich mit einem unbehaglichen Gefühl. Das kleine Mädchen blickte unsicher auf als ich mich langsam auf sie zubewegte. Ich griff zu der Pillendose auf dem Tisch und entnahm ihr eine Pille. Das Mädchen zuckte zusammen und sprang mit der Breischüssel in der Hand auf. Ich ging langsam weiter auf sie zu und sie wich immer weiter zurück richtung Küchenzeile. Gerade hatte sie noch einen großen Löffel des merkwürdigen gelben Breis genommen und schob diesen nun langsam von der einen Backe in die andere. Sie wusste wohl genau was ich vorhatte, schwieg aber völlig und schien keinerlei Sprechbedürfnis zu haben. Es war eine wirklich sehr seltsame Situation. Ich fühlte mich extrem unwohl und von dem Mädchen ging eine Aura des Hasses und der Verachtung mir gegenüber aus. Sie versuchte mich mit ihrem durchdringenden Blick in Schach zu halten, als hätte sie mentale Kräfte, die sie gleich anwenden würde. Mir lief ein kalter Schauer über den Rücken. Aber ich wusste ja, dass es nur zum Besten des Mädchens und ihrer Gesundheit war. Mittlerweile waren wir fast an der Küchenzeile angekommen. Sie bewegte sich im langsamen Rückwärtsgang mit dem Brei in der Hand, ich vorwärts mit der Pille in der Hand. Wump, sie stieß mit dem Rücken an der Küchenzeile an. Erschrocken riss sie den Mund auf und drehte sich um, als könnte sie es nicht glauben, dass sie schon dort angekommen war. Das ist meine Chance, dachte ich blitzschnell! Ich stürzte mich auf sie, packte sie brutal am Nacken riss ihren Kopf etwas nach hinten und stopfte äußerst unsanft die Pille in ihren vor Schrecken weit aufgerissenen Mund! Es gab ein kurzes, heftiges Handgemenge. „So! Da hast du deine Vitamine!“, rief ich triumphierend während ich sie immer noch feste am Arm gepackt hielt. Ich war über mein eigenes Verhalten ziemlich schockiert, aber was mich noch mehr schockierte war, was nun geschah. Das Mädchen hatte ja noch den ganzen Mund voller Brei und die Aktion bei der sie wild um sich geschlagen hatte, war in völliger Stille geschehen! Sie hatte keinen Mucks von sich gegeben! Es war eine Stille, die mir vor Angst eine Gänsehaut über den ganzen Körper jagte. Die Pille steckte immer noch ganz hinten in ihrem Mund, ich konnte sie deutlich in dem Brei erkennen. Das Mädchen war in eine Art Schockstarre gefallen! Sie sackte leicht in den Knien zusammen. Ihr Mund stand jetzt sperrangelweit auf und der ganze Brei floss ihr nun langsam, zähflüssig und giftgelb am Kinn hinab! Ihr langes schwarzes Haar war bei dem Handgemenge durcheinander geraten und hing ihr nun in wilden Strähnen vor den Augen. Es sah aus wie die Szene aus einem asiatischen Horrorfilm! Das nackte Grauen packte mich. Plötzlich nahm das Mädchen wie in einem Trancezustand die Schüssel mit dem Brei und goss sich deren Inhalt langsam über dem Kopf aus. Nur ihr Arm bewegte sich wie von einer fremden Macht angetrieben. Langsam ergoss sich die gelb leuchtende Brühe über ihre Stirn. Mit kreisenden Bewegungen verschmierte das Mädchen jetzt den giftig, gelben Brei auf ihrem gesamten Gesicht, wobei ich immer noch in ihren weit aufgerissenen Mund starrte. Ich spürte, wie jetzt ziemlich schnell die Panik immer höher in mir heraufkroch. Ich dachte an Flucht! „Hör auf! Lass das!“, schrie ich sie verzweifelt an, „das sieht furchtbar gruselig aus! Du machst ja allen Angst damit!“, schrie ich weiter. Ich konnte diesen Anblick des zum Schrei verzerrten Gesichts in völliger Stille einfach nicht mehr ertragen und überlegte blitzschnell, wie ich diesen Anblick möglichst schnell beenden könnte, um aus diesem Alptraum zu entkommen. Genau hinter dem Mädchen auf der Küchenzeile befand sich die Spüle in der vor einiger Zeit Spülwasser eingelassen worden war. Einige Kleine Teile Geschirr lagen noch zum Abwasch im Wasser, aber das war mir bei diesem Horrorszenario nun total egal. Ich packte das Mädchen um die Hüfte, hob sie so schnell ich konnte rauf auf den Rand des Spülbeckens und tauchte ohne zu zögern wieder mit einer Entschlossenheit, die mich erschecken ließ, den Kopf den Mädchens kurzerhand ins Spülwasser! Dort wusch ich ihr dann so schnell ich konnte und so gut es eben ging die ganze Sauerei vom Kopf. Nun stand das Mädchen wieder auf dem Boden, die langen schwarzen Haare hingen ihr komplett im Gesicht. Ich konnte nur noch ihren zu einem schmalen Strich gepressten Mund unter dem schwarzen Wirrwar erkennen. Ihre Arme hingen wie leblos an ihren Seiten. Tropf. Tropf. Tropf. Das Wasser ronn aus ihrem langen schwarzen Haar hinunter auf den Küchenboden.
In diesem Moment erwachte ich ruckartig und war den Rest des Tages zutiefst verstört und sehr bedrückt.
16.4.19 23:53
 
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