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4.1.2019 Das Wohnheim

Ich lebte in diesem Traum in einem Studentenwohnheim in einer mir unbekannten Stadt. Sie erinnerte von der Architektur her aber am ehesten an süddeutsche Regionen. Ob ich nun wirklich studierte, oder nur wohnte, ging aus dem Traum nicht hervor. Jedenfalls hatte ich wohl genug Geld, um mir die Wohnung und sogar die Putzfrau leisten zu können.
Mein Zimmer war eher funktional eingerichtet, ohne jeglichen Charme, jedoch in dunkleren Tönen gehalten. Vor meinem Fenster am Wohnzimmer stand auf einem kleinen Hügel ein sehr großer Kastanienbaum. Ich hätte vermutlich von meinem Fenster aus in die Baumkrone klettern können, aber es schien mir doch etwas zu heikel.
Alles schien ganz normal zu sein an meiner Wohnsituation, jedoch gab es etwas, das mir ununterbrochen ein äußerst mulmiges Gefühl verursachte... Ich wohnte ganz allein in diesem Zimmer im Wohnheim und auch von den anderen WohnheimbewohnerInnen bekam ich nie wirklich etwas zu sehen. Einmal klingelte es morgens an meiner Tür und ich guckte durch den Türspion. Es war ein Mann im fortgeschrittenen Alter, der aussah wie ein Obdachloser. Er wirkte etwas verwahrlost mit seinen langen ungepflegten grauen Haaren, dem Dreitagebart, dem faltigen eingefallenen Gesicht, der grimmigen Mimik, den abgetragenen Klamotten und seiner vorgebeugten Körperhaltung. Ich öffnete die Türe und der Mann schien bei mir in der Wohnung irgendetwas verloren zu haben. Ich sagte ihm, dass das sicher nicht bei mir gewesen sein konnte und schickte ihn wieder weg. Später erfuhr ich dann von meinem Hausarzt, dass der Mann ein Mörder sei, der es auf mich abgesehen habe!
Von da an fühlte mich mich extrem unwohl in meiner Wohnung. Ich checkte ständig das Türschloss, die Fensterverriegelung und sogar die Zimmertüren auf ihre Sicherheit. Und trotzdem alles relativ fest zu schließen schien, verschwand das Gefühl der Unsicherheit nicht.
Jeden Tag zur selben Uhrzeit kam ein Putztrupp von zwei oder drei Frauen durch das Gebäude, um die Zimmer und Flure zu reinigen. Die Hausordnung sah es vor, dass jeder Mieter die Putzfrau auch selbst zahlen musste, damit bei ihm auch gereinigt wurde. Man sollte bis dahin auch das Zimmer ordentlich aufgeräumt und verlassen haben, um die Frauen bei der Arbeit nicht zu stören. Ich schien die einzige zu sein, der man die genaue Uhrzeit nicht verraten hatte, so dass ich schon zum dritten mal mitten beim spielen mit Lego (WTF!?), oder beim Fehrnsehgucken mit meinem Mann und zwei Freunden „gestört“ wurde. Diesmal spielte ich gerade mit meinen Legosteinen und alles war auf dem Boden im Zimmer verstreut. Die Putzfrau kam gerade zu meinem Zimmer mit ihrer Kollegin und wollte loslegen, als sie bemerkten, dass ich noch im Zimmer war und alles Lego verstreut herumlag. Sofort brach die Putzfrau einen leidenschaftlichen Streit vom Zaun und schrie mich an, wie sie denn so arbeiten sollte in der kurzen Zeit, wenn ich mich nicht an die Regeln halten würde und wo sei überhaupt ihr Lohn, den ich ihr noch schulden würde...!? Sie war wirklich außer sich vor Wut und schäumte quasi! Ich war auch sehr sauer und versuchte ihr klarzumachen, dass man mir nie gesagt hätte, um wieviel Uhr man das Zimmer räumen musste und wieviel man zahlen müsse! Aber ich kam natürlich nicht auf die Idee auf die Uhr zu gucken, oder auf den Zettel, wo alles drauf stand , denn das wäre ja für einen Traum zu einfach gewesen! Also drückte ich der Putzfrau ihr Geld in die Hand und wollte gerade mit dem aufräumen der Legosteine beginnen, als eine Horde kleiner Jungs mein Zimmer stürmte!!! Meine Güte, woher kamen die so plötzlich!? Ich hatte keine Ahnung! Auf jeden Fall waren sie viel zu neugierig, frech und vorlaut! Ich konnte gar nicht so schnell gucken, wie sie sich über alle meine Sachen hermachten und begannen, ALLE meine Schubladen zu durchforsten, meine Legosteine zu stibitzen, in meine höchst private Nachtzischschublade zu gucken und alles was sie dort fanden, stolz ihren Freunden zu präsentieren, oder mich zu fragen, was das für ein „merkwürdiges Ding“ war, dass sie dort drin gefunden hatten!?
Ich war in heller Panik und riss ihnen alles sofort wieder aus den Händen und schimpfte mit ihnen. Ich versuchte sie alle rauszuschicken, aber es waren zu viele. Also schnappte ich mir den Jungen, der mein Handy gestohlen hatte, packte ihn am Kragen und durchsuchte seine Hosentaschen. Dort fand ich dann auch mein Handy. Zur Strafe schleifte ich ihn mit vor die Tür, schloss diese und stellte ihn zur Rede. Da ich aber kein Wörtchen aus ihm heraus bekam, wollte ich ihn zur Strafe 10 Minuten vor die Tür setzen, damit er nicht mehr mit den Anderen meine Wohnung durchsuchen konnte. Aber so viel Geduld hatte ich leider nicht und ich wollte ja auch nicht meine Wohnung unbeaufsichtigt lassen, also ging ich wieder rein und ließ den Dieb vor der Tür schmoren. Drinnen war ein heiloses Chaos ausgebrochen. Aber irgendwie schaffte ich es doch noch, alle Kinder aus meiner Wohnung zu befördern. Die Putzfrauen konnten dann endlich meine Wohnung reinigen. Wir stritten aber no h einen Moment lang, ob es nun 12 Uhr oder 15 Uhr war. Wutentbrannt verließ ich die Wohnung.
Dann weiß ich leider nicht mehr die genauen details, aber ich glaube ich verbrachte die Zeit damit auf dem Dach des Wohnheims vor meinem Fenster zu sitzen und in den Kastanienbaum zu starren und zu grübeln. Jedenfalls war ich aufeinmal wieder in meiner Wohnung. Alles war aufgräumt und ruhig und ich spürte wieder dieses gruselige Gefühl vom Anfang. Da klingelte es plötzlich wieder an der Tür! Ich dachte, das sei bestimmt die Post, aber dann fiel mir ein, dass es ja auch der Mörder sein könnte! Und sofort dachte ich, dass ich auf keinen Fall, wie beim letzten Mal, die Tür öffnen durfte, geschweige denn, überhaupt ein Zeichen meiner Anwesenheit von mir geben durfte! Ich blieb also erst mal wie angewurzelt stehen und schlich mich dann so leise ich konnte in den Flur zum Türspion und wagte einen vorsichtigen Blick hindurch. Tatsächlich! ich blickte in das mürrische Gesicht des grauhaarigen Mannes, der auf meiner Fußmatte stand und nach drinnen horchte! Ich duckte mich schnell wieder und schlich dann auf Zehenspitzen wieder in mein Wohnuimmer zurück. Ich verriegelte nochmals alle Fenster und Türen und verkroch mich in mein Bett.
Dann weiß ich leider nicht mehr was noch passiert ist, oder ob überhaupt noch was passierte. Ich bin kurze Zeit später auch aufgewacht....
4.1.19 13:38
 
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